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Tai-Chi
Ju-Jitsu
Kindertraining
Anja & Andreas Baron
Reise nach China 2012
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  Ju-Jitsu, die "Wissenschaft von der Nachgiebigkeit" oder "sanfte Kunst"  beinhaltet  den bewaffneten und unbewaffneten Kampf und wird hauptsächlich mit der Kriegerkaste des feudalen Japan, den Samurai, in Verbindung gebracht.                                                                                                                         



 Teilnehmer                              Jugendliche und Kinder ab ca. 12 Jahren sowie Erwachsene                                              
   
                     Anja und Andreas Baron
TrainingsinhalteGrundlagen der traditionellen japanischen  Kampfkünste
Stellung und Bewegung,
Falltechniken
Wurftechniken
Würgetechniken
Schläge, Stöße, Tritte, Blocktechniken
Hebeltechniken
Transportgriffe, Festhalten, Festlegen
Drucktechniken

Kampf im Stand und am Boden
realistische Selbstverteidigung

Kata-Training (vorgeschriebene Bewegungs-abläufe im Stand, Halbkniestand und im Kniesitz)
Handhabung von traditionellen japanischen
Waffen wie Messer, Stock und Langschwert  und Kurzschwert
japanische Etikette des Ju-Jitsu-Trainings

Konditionierung

ethische und moralische Aspekte des
Trainings und des Umgangs mit Schülern    und Meistern

umfangreiche theoretische Unterweisungen
zu den genannten Inhalten
Graduierungenfinden je nach absolvierter Trainingszeit und Lernfortschritt im Rahmen eines detailliert ausgearbeiteten Prüfungsprogramms statt
TrainingsbetriebDauertraining, keine Kurse
Winterhalbjahr:  ein Training wöchentlich
Sommerhalbjahr: zwei Trainings wöchentlich, davon eines in freier Natur
BekleidungKampfsport-Anzug erforderlich
Probetrainingoder Zuschauen jederzeit
Charakter des TrainingsWenn Sie Ju Jitsu üben, kämpfen Sie nicht nur gegen andere, sondern in erster Linie gegen sich selbst. 
Auf diese Weise bietet die Kampfkunst Ju Jitsu hervorragende Möglichkeiten, die eigene Persönlichkeit zu stärken und zu formen.
Das Trainingsziel besteht außerdem in dem möglichst eingehenden Studium der Kampfkünste, ihrer Entstehungsgeschichte und Eigenarten sowie der philosophischen Hintergründe.
Dieses Trainingsangebot ist ausdrücklich kein Selbstverteidigungskurs, jedoch lernen Sie im Laufe der Zeit, zu "funktionieren"  ...



 Der genaue Entstehungszeitpunkt und der Ursprung des Ju-Jitsu sind nicht bekannt. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass es im Rahmen eines kulturellen Austausches bereits im 10. Jahrhundert als Kempo von China nach Japan kam.
In Japan entwickelte sich das Ju-Jitsu zunächst in Anlehnung an das traditionelle Sumo als Form einer unbewaffneten Selbstverteidigung. Im Laufe der Zeit wurde es sehr stark von Techniken chinesischer Kampfkünste beeinflusst.

Unter den Samurai, den Rittern des feudalen Japan, entwickelte sich das Ju-Jitsu parallel zu den Waffensystemen der verschiedenen Schulen und wurde von diesen sehr stark beeinflusst.

Während der Tokugawa-Zeit ab 1600, einer 250 Jahre andauernden Friedensperiode, war das Tragen von Waffen und Rüstungen nicht mehr aktuell. 
Jedoch die Samurai als privilegierte oberste Schicht und ihre Nachfahren übten weiterhin die Kunst des Kampfes. Ziel war nun nicht mehr das kriegerische Handeln, sondern
die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit nach strengen ethischen und moralischen Gesetzen. Auf diese Weise konnte sich das waffenlose Ju-Jitsu herausbilden.
   
 Zur Zeit der Meiji-Restauration, während der die Modernisierung des wirtschaftlich zurückgebliebenen Japan ein atemberaubendes Tempo annahm, setzte eine regelrechte Verdrängungswelle gegen alles Traditionelle in Japan ein. Dies war der Untergang der Samurai. Die Kampfkunst Ju-Jitsu geriet in Vergessenheit und wurde nur noch wenig geübt.
 
Erst der deutsche Professor Erwin Baelz, der das fast vergessene Ju-Jitsu in Japan kennenlernte und hoch beeindruckt war, erwirkte dessen Aufnahme in den Lehrplan der Tokyoter Universität. Hier wurde es u.a. studiert von dem Schüler Jigoro Kano, der später das Judo daraus entwickelte.

Zusammen mit dem Judo als Wettkampfform der ursprünglichen Samurai-Kampfkunst begann das Ju-Jitsu seinen Siegeszug auf der ganzen Welt.
Heute unterscheiden wir das Ju-Jitsu in drei Hauptrichtungen:

Die klassischen japanischen Systeme, wie z.B. Tenshin-Ryu und Yoshin-Ryu orientieren sich strikt an den Traditionen und Techniken der alten Zeit. Diese Systeme haben heute die größten Überlebensprobleme. Außerhalb Japans gibt es nur sehr wenige lizenzierte Lehrer.

Die neueren Systeme (Goshinjitsu), die nach der Meiji-Restauration entstanden sind, werden stark beeinflusst von den modernen Kampfkünsten Judo, Karate und Aikido. Dazu gehören z.B. das Hakko-Ryu und das Ryoi Shinto-Ryu.
(Zur Gruppe dieser neueren Systeme mit ethisch-moralischem Bezug und der Vermittlung traditioneller Techniken zählt sich auch das auf diesen Web-Seiten vorgestellte Trainingsangebot.  
Systeme, die von Nichtjapanern gegründet wurden (Gaijin-Goshinjitsu) haben meist weder technisch noch ethisch-moralisch einen Bezug zu den klassischen Systemen des Ju-Jitsu.
Zu diesem Entwicklungszweig gehören die meisten in Deutschland geübten Systeme.

Nicht zu verwechseln mit dem klassischen Ju-Jitsu ist der in Deutschland entstandene Wettkampfsport Ju-Jutsu.
 
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